Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

ÖDP Mittelhessen: Fortführung der Geburtsstation in Dillenburg!

In der Geburtsstation der Klinik Dillenburg sorgen Profitstreben und stures Beharren auf der Klärung haftungsrechtlicher Fragen für ein Kuriosum: die gut ausgelastete und reibungslos laufende Station wird zum 31. Dezember geschlossen. Für die Bevölkerung im Raum Dillenburg wird dieses Aus weitreichende Folgen haben.

Nachdem bereits die Geburtsstationen in Ehringshausen und Biedenkopf dichtgemacht hatten, müssten Eltern jetzt viel weitere Wege für eine Geburt in Kauf nehmen und bis nach Siegen, Wetzlar oder Marburg fahren. Die ÖDP Hessen fordert daher die Fortführung der Geburtsstation. „Es zeigt sich ein weiteres Mal, dass die Patienten die Verlierer eines durchkommerzialisierten und verantwortungslosen Gesundheitssystems werden“, so Frank Deworetzki, dessen Kinder in der Dillenburger Geburtsstation das Licht der Welt erblickt haben.

 

Welche Bedeutung hat die Geburtsstation für die Region?

In 2021 wurden in der Dillenburger Station 499 Kinder geboren. Tendenz steigend. Vor allem für Eltern aus Dillen­burg, Haiger, Herborn, Eschenburg und Dietzhölztal wird es aufgrund der Schließung zu einer erheblichen Ver­schlechterung der Situation kommen. Selbst bei guten Verkehrs- und Wetterbedingungen müssen für die Anfahrt von mehr als 30 Minuten eingerechnet werden. Bei schlechtem Wetter noch wesentlich mehr.

 

Warum soll die Geburtsstation geschlossen werden?

Die Belegärzte sind vom Betreiber (Lahn-Dill-Kreis) aufgefordert worden zu bestätigen, dass diese im Falle eines Alarms binnen 20 Minuten in der Klinik zu sein haben. Diese verbindliche Erklärung wurde in der Vergangenheit nicht eingefordert und ist somit neu. Warum diese Frist nun einzuhalten sei, dass erschließt sich dem mündigen Bürger nicht, da es in der Vergangenheit nie vorgekommen ist, dass die Belegärzte eine Frist länger als 20 Minu­ten bei Notfällen für die Anreise benötigten.

 

Richtlinie, Frist und Haftung

Die Richtlinien beinhaltet eine 20 minütige Frist, innerhalb die drei gynäkologischen Belegärzte in Notfällen wäh­rend ihrer Bereitschaftsdienste von ihren eigenen Praxen in Haiger, Dillenburg und Herborn in der Klinik sein müssen. Im Frühjahr 2022 hatte die Klinik-Geschäftsführung erstmalig die Richtlinie zum Thema gemacht, offenbar aus haf­tungsrechtlichen Gründen. Die Geschäftsführung wollte sich absichern in dem die Belegärzte per Unterschrift ga­rantieren sollten, innerhalb der genannten Frist vor Ort zu sein. Eine in Haiger arbeitende Gynäkologin, die ihren eigenen Angaben nach in den letzten elf Jahren als Belegärztin stets die Frist eingehalten habe, wollte das nicht unterschreiben. Sie verwies auf die Tatsache, dass es nicht in ihrer Verantwortung stehende Ereignisse ge­ben kann, wie zum Beispiel ein Stau zwischen Haiger und Dillenburg oder ein Unfall.

 

Klinikleitung pocht auf Einhaltung der Richtlinie

Da die Geschäftsführung laut Ärztin auf Einhaltung der Richtlinie bestanden habe, kündigte sie fristgerecht zum Jahresende. Die Suche nach einem Nachfolger verlief ergebnislos. Mit den verbleibenden Belegärzten allein, ist der Betrieb nicht aufrecht zu erhalten.

 

Eigentor des Landrats führt zu hohem Risiko für werdende Mütter und Kinder

Mit nur zwei Belegärzten, die sich die Bereitschaft teilen, sei die Geburtshilfe nicht fortzuführen, so ist es aus Klinikkreisen zu hören. „Anstatt einen gut funktionierenden Versorgungsstandard aufrechtzuerhalten wird es dann für die werdenden Eltern kompliziert und gefährlich. Wer die winterlichen Straßenverhältnisse sowie die Baustellensituation auf der A45 kennt, weiß dass Landrat Schuster ein erhebliches Eigentor geschossen hat. Haftungsrechtlich ist die Welt für die Verantwortlichen nun in Ordnung. Die Konsequenz wird sein, dass die Versorgung von Mutter und Kind ge­fährdet ist, wenn die werdenden Eltern bei Wind und Wetter nach Wetzlar, Siegen oder nach Biedenkopf aus­wei­chen müssen. Es ist wirklich nur eine Frage der Zeit bis hier etwas Schlimmes passiert“, fasst Deworetzki die Lage zusammen.

Daher fordert die ÖDP Hessen ein Umdenken bei den Verantwortlichen der Kliniklei­tung zum Wohle der Patien­ten und auf Verzicht auf die schriftliche Bestätigung zur Einhaltung der Richtlinie.

 

Die ÖDP Hessen wird auch bei der kommenden Landtagswahl wieder antreten. Wenn Sie weitere Informationen zur Gesundheitspolitik der ÖDP Hessen haben wollen oder der ÖDP Hessen durch Leisten einer Unterstützungs­unterschrift den Wahlantritt ermöglichen möchten, dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir sind über Facebook, über unsere Homepage www.oedp-hessen.de oder per Email infooedp-hessen.de erreichbar. Wir freuen uns!
 

Für die ÖDP Hessen Frank Deworetzki, Herborn

Zurück