Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Keine Arztpraxen-Übernahme durch Finanzinvestoren

ÖDP Hessen sieht sich in Gesundheitspolitik bestätigt

Wie schlecht muss es um die Gesundheitsversorgung in Deutschland und somit auch in Hessen stehen, wenn selbst der bayrische Gesundheitsminister Holetschek und die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg fordern, dass Finanzinvestoren nicht mehr Arztpraxen als gewinnbringende Anlagemöglichkeit kaufen dürfen?

Die niedrigen Zinsen der letzten Jahre sorgten dafür, dass Investoren Ausschau nach renditestarken Anlageobjekten gehalten haben. Eines der Ziele: Arztpraxen. War da nicht etwas? Schon 2018 hat die ÖDP Hessen in ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl auf diese fehlerhafte Entwicklung hingewiesen und vor der Übernahme von Arztpraxen durch Finanzinvestoren gewarnt und zu einer bundesweiten Regelung aufgerufen. Jetzt, knapp 4 Jahre später, ist aus der Vorhersage Realität geworden. Leider zu Lasten der ärztlichen Versorgung und somit zu Lasten der Patienten. Umso bemerkenswerter, dass nun auch die CDU/CSU verstanden hat, das eine weitere Konzentration auf Investments Risiken mit sich bringt.

Auch der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sieht erhebliche Gefahren: »Ganz gleich, wie groß eine Praxis ist oder wer sie betreibt, allein die Qualität der Therapie ist für die Patienten entscheidend. Genesungschancen dürften nicht durch wirtschaftliche Strukturen und Interessen gefährdet werden. Es dürfe nicht sein, dass die lukrativste Behandlung oder Abrechnungsstrategie im Vordergrund stehe.“

Fakt ist, dass bis jetzt schätzungsweise einige Tausend Arztpraxen durch Finanzinvestoren gekauft wurden, insbesondere Augenarztpraxen. Somit wurden auch tausende Arztsitze gekauft.

Das Verhältnis zwischen Patient und Arzt muss weiterhin ein Vertrauensverhältnis sein. Eine Finanzinvestor-orientierte Ausrichtung der Praxen stört das Verhältnis erheblich und reduziert die Wahrscheinlichkeit einer optimalen, an den Patienten orientierten Behandlung. Um besseren Patientenschutz zu gewährleisten, fordert die ÖDP Hessen, dass ein Zentralregister aller von Finanzinvestoren geführten Arztpraxen erstellt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden muss.

Interesse an weiteren Informationen über das gesundheitspolitische Programm der ÖDP sowie der ÖDP Hessen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir sind über Facebook, per Email (info@oedp-hessen.de) sowie auf unserer Homepage (www.oedp-hessen.de) erreichbar.

Für die ÖDP Hessen: Frank Deworetzki (Herborn)

Zurück