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Pressemitteilung

ÖDP Hessen fordert Sondervermögen zur Sanierung der Wasserversorgungsinfrastruktur

Das Thema Wasser ist wichtig für die ÖDP

Wasserhahn

Foto von Luis Quintero: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-des-grauen-wasserhahns-2339722/

Als einzige Partei stellte die ÖDP Hessen im Wahlkampf das Thema Trinkwasser als eine der relevantesten Herausforderungen für die kommenden Jahre heraus. Nicht ohne Grund! Seit Jahren sinkt in vielen Gegenden der Grundwasserpegel. Der Boden trocknet aus; Wälder sterben ab; Bodenerosion setzt ein.

Wenn wir den immensen energietechnischen Aufwand zur Gewinnung und Aufbereitung von Trinkwasser betrachten, sollten wir erwarten können, dass wir mit dem verbleibenden Rest der wertvollen Ressource Wasser sehr sorgsam umgehen müssten. Effektivität und Effizienz sind gefragt. Doch gehen wir mit dem Wasser auch wirklich schonend um?

Auslaufmodell: Das kommunale Leitungsnetz

Wie nun der BUND in einem Ende Oktober veröffentlichten Report bekannt gab, ist das hessische Leitungsnetz, das sich vorwiegend in kommunaler Hand befindet, derart marode, dass pro Einwohner jedes Jahr mindestens 5 m³ versickern. Bei entspricht knapp 15% des durchschnittlichen Wasserverbrauchs. Es sind in Summe mehr als 25 Millionen Kubikmeter die pro Jahr verloren gehen. Würden wir das verloren gegangene Wasser in Badewannen füllen und diese in einer Reihe aufstellen, kämen wir knapp 7 Mal um die Erde herum.

Eigentlich, so müsste es der gesunde Menschenverstand mahnen, wären die Kommunen gut daran beraten, so schnell wie möglich die Leitungsnetze in Ordnung zu bringen. Doch wer die klammen Kassen der Kommunen kennt, der weiß, dass derzeit nur das notwendigste an Reparaturen gemacht werden kann und meist nur dann, wenn die Leitungen so marode sind, dass es zu aufsichtsrechtlichen Problemen kommt. Mit Aufrufen zum Wassersparen können wir den berühmt-berüchtigten Tropfen auf den heißen Stein gewinnen. Es ist Zeit, das Problem nachhaltig zu lösen, anstatt das Leitungsnetz kaputtzusparen. Eins ist sicher: Jede weitere Verzögerung sorgt für ein noch schlechteres Leitungsnetz, zu noch höheren Verlusten und zu noch höheren Sanierungskosten.

Zweckgebundenes Sondervermögen zur Sanierung!

Aufsichtsrechtlich könnten die „Oberen Wasserbehörden“ mehr Druck auf die Kommunen aufbauen. Doch wird sich nichts an der Tatsache ändern, dass die Kommunen sehr klamm sind. Wäre es da nicht sinnvoll, die Kommunen mit zweckgebundenen Geldern auszustatten, so dass das Leitungsnetz saniert werden kann? Eine Steigerung der Versorgung aus dem Ried und dem Vogelsberg ist nicht realisierbar, da die schon jetzt jenseits des Vertretbaren belastet werden. Diesen gordischen Knoten gilt es zu durchschlagen.

Daher fordern wir als ÖDP Hessen die hessische Landesregierung auf, ein zweckgebundenes Sondervermögen aufzulegen, welches die Finanzierung der Sanierung der Wasser-Versorgung und Entsorgung der hessischen Kommunen sicherstellt.

Ein weiterer positiver Effekt: Aufgrund der Krise im Baubereich sind nach langer Zeit endlich wieder Kapazitäten im Bausektor vorhanden, so dass die systematische Sanierung der Leitungsnetze auch eine konjunkturelle Komponente hat. Eine Win-Win-Situation für Natur und Arbeitsmarkt.

Nicht ohne Grund trägt die ÖDP Hessen in ihrem Namen den Zusatz „Die Naturschutzpartei“.
Ein wichtiges Ziel der ÖDP ist es, Mensch und Natur wieder in Einklang zu bringen. Wenn Sie mehr Informationen über uns sowie über das Thema Wasserversorgung und Trinkwasser erhalten wollen, dann besuchen Sie uns bitte auf unserer Homepage
www.oedp-hessen.de sowie auf den sozialen Medien.


Für die ÖDP Hessen
Frank Deworetzki, Herborn

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