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Pressemitteilung

ÖDP Hessen fordert Ausrufen des Wassernotstands für Frankfurt und Umgebung – Wassergerechtigkeit für ganz Hessen!

Attribution Information: copyright Markus Hutter, privat (2023)

Nur 25% des Frankfurter Leistungswasser wird direkt vor Ort in Frankfurt „erzeugt“, sprich aufbereitet. Der Rest wird in hohen Mengen rücksichtslos aus dem Umland, vor allem aus dem Taunus und aus dem Vogelsberg importiert. Bleiben Regen und Schnee aus, wird es problematisch. Das führt in den betroffenen Gebieten zu einem noch nie dagewesenen niedrigen Grundwasserspiegel.

Ähnlich die Situation in den anderen, das Rhein-Main-Gebiet versorgenden Regionen:
Der Grundwasserspiegel fällt dramatisch. Die Konsequenzen: Felder, Wald und Wiesen werden nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt. Bis vor kurzem vitale Bäume werden Opfer von Trockenheit, Pilzen und dem Borkenkäfer.  Landwirtschaftlich genutzte Bodenflächen trocknen aus, und in einigen Gebieten platzt sogar der Boden auf; Bilder, die man schon gesehen hat in Wüstenregionen wie der Sahelzone. Die Brunnen bleiben leer.
Die Natur stirbt an Wassermangel.


„Es besteht nun nicht mehr die Gefahr, sondern es ist Wirklichkeit geworden, dass bestes Ackerland sowie bester Wald für immer verschwinden und der Boden erodiert“, fasst Markus Hutter die Situation zusammen. „Es kann nicht sein, dass wir die Natur im ländlichen Raum zum Teil weit außerhalb von Frankfurt systematisch zerstören, nur um die Wasserversorgung einer Metropolenregion sicherzustellen. Jetzt die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten mittels Strafandrohung zum Wasserverzicht aufzufordern, um in Frankfurt wassertechnisch ein „heile Welt“ vorzugaukeln, das ist an dreist und eine Ohrfeige für den ländlichen Raum“, so Hutter.  

Umso unverständlicher ist es, was gerade in Hessen passiert: Bis auf einen Aufruf, Wasser zu sparen, gibt es im Rhein-Main-Gebiet so gut wie keine wirkliche Einsparmaßnahme. Es wird weiter munter gebadet, gegossen, verbraucht.
„Wir wissen nicht, ob es dem anstehenden Wahlkampf geschuldet ist, dass das hessische Umweltministerium der Frankfurter Bevölkerung eine heile Natur vorspielt. Umweltschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, eine solidarische Aktion, von Seiten der Wassererzeuger als auch der Wasserverbraucher. Deshalb fordern wir, die ÖDP Hessen, das Ausrufen des Wassernotstands im gesamten Rhein-Main-Gebiet, solange, bis die Grundwasserspiegel in den Erzeugergebieten wieder auf ein akzeptables Niveau angestiegen ist.“

Problematisch wird die Lage in Frankfurt erst dann, wenn im Main und im Gebiet des Rieds die Wasserpegel der Flüsse weiter sinken. Und das tun sie gerade. Dann muss, wie in 2022, die Menge des zur Aufbereitung entnommenen Wassers erheblich reduziert oder sogar ganz eingestellt werden.

„Wenn wir noch weitere sehr trockene Wochen haben, wird die Differenzmenge noch zusätzlich aus dem Taunus und dem Vogelsberg entnommen werden müssen. Das kommt den Grundwasserspiegeln der betroffenen Regionen wie ein Mord auf Raten gleich. Umso wichtiger wird es, dass wir unmittelbar anfangen, der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet klarzumachen, dass diese Art der Wasserversorgung alles andere als nachhaltig ist“, stellt Hutter klar.

 

Die ÖDP Hessen setzt sich für Wassergerechtigkeit und ein Nachhaltiges Wirtschaften mit den natürlichen Ressourcen ein. Unterstützen Sie die ÖDP Hessen im anstehenden Landtagswahlkampf und sorgen Sie dafür, dass Hessen ökologisch wird.
Weitere Informationen erhalten Sie auf www.oedp-hessen.de , per Email: Infooedp-hessen.de
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Für die ÖDP Hessen: Frank Deworetzki, Herborn

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