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Erhebliche Gesundheitsgefahr in Nano-Größe

Die ÖDP Hessen spricht sich für ein bedingtes Verwendungsverbot von Nanopartikel-haltigen Putzmitteln und Haushaltswaren in öffentlichen Einrichtungen aus

Fast unbemerkt haben sie in allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten: die Nanoteilchen.
Die synthetisch hergestellten, knapp einen millionstel Millimeter großen Molekülketten haben in den letzten 10 Jahren einen immensen Boom erlebt. Sie stecken in Kosmetika, haften an Pfannen, sind auf Oberflächen von Wänden und an und in vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs zu finden.

Ihr Name steht für Produkteigenschaften noch nie gekannter Art: Sie sorgen für einfachere Reinigung, verhindern eine Verschmutzung, lassen Wasser abperlen und erhöhen die mechanische Stabilität. Beschichtungen auf Fliesen töten sogar Bakterien ab. Viele, auf ersten Blick nützliche Eigenschaften, die das Alltagsleben erleichtern sollen.

Bis heute sind mehr als 10000 chemische Verbindungen sowie mit Nanopartikeln versetzte Materialien auf den Markt gekommen. Im Gegensatz zu vielen Kosmetika ist die Verträglichkeit der Nanopartikel auf Umwelt und Mensch  weitgehendst unerforscht.

Diese Fragestellung wird erst seit knapp 5 Jahren untersucht und die Ergebnisse verheißen nichts Gutes. Aufgrund ihrer Größe können Nanopartikel fast ungehindert in die Körperzellen aufgenommen werden. Sie besitzen eine hohe Reaktivität und beschleunigen aufgrund ihrer katalytischen Wirkung Reaktionen. Sehr erschreckend ist die Tatsache, dass im Rahmen von Untersuchungen an Tieren Erbgutveränderungen beobachtet wurden. Das Bundesumweltamt hat deshalb schon im Jahre 2009 vom Einsatz von Nanopartikeln abgeraten unter anderem mit der Begründung, dass bis jetzt der Einfluss auf die Umwelt völlig unzureichend untersucht wurde.

Die Ökologisch Demokratische Partei Landesverband Hessen steht daher der uneingeschränkten Verwendung dieser Materialien kritisch gegenüber. Sie fordert von den Verantwortlichen Krankenhaus-, Kindergarten- und Schulbetreibern, Nanopartikel-haltige Haushaltsgegenstände und Putzmittel nicht im alltäglichen Umfeld von Kindern zu verwenden. Das Risiko, dass diese potentiell gefährlichen Partikel unkontrolliert von den Kindern aufgenommen werden, ist viel zu hoch.

Franziska Kliemt, Landesvorstandsmitlgied der ÖDP und familienpolitische Sprecherin im Landesverband fordert daher: "Um unsere Kinder von die Materialien zu schützen, ist ein sofortiger Verbot von Nanoteilchen-haltiger Reiniger in Hessischen Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern von Nöten."


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