Argumentationssteinbruch ÖDP = ?!, UU = ?!

Egal, ob Sie zuhause oder auf der Straße sammeln, gute Argumente helfen immer.
Hier mein erfolgreichstes Rede-Reservoir, aus dem ich für gelingende Straßensammlung je nach Gegenüber auswähle. Kombinieren Sie frei und beobachten Sie, was für Sie funktioniert. [Hier bitte individuell anpassen.] Die wiederholte Lektüre des Flyers kann übgiens auch hilfreich sein.


"Entschuldigung, ich hätte ein (gaanz) kurzes Anliegen [bei Straßensammlung: ungefährlich/lieb/nett/... dreinschauen ;) Wichtig: immer seriös und ansprechend gekleidet sein!! Dem jeweiligen Milieu angepasst.].

Wir/Ich würde/n gern zur Landtagswahl nächstes Jahr antreten dürfen, aber der Gesetzgeber zwingt uns, erstmal 1000 Unterschriften zu bringen, nur, damit wir auf dem Wahlzettel stehen dürfen!

[Bei Regen: Bei 4-5 Unterschriften pro Stunde sind wir für jede sehr dankbar, Sie können ja ausrechnen, wie lange wir stehen, da geht ein ganzes Jahr jegliche Freizeit für die [4-5] Aktiven drauf!]

Wir haben zwar ein Europamandat und ca. 450-500 Lokalmandate in Bayern, NRW, BW und RLP aber im Rest der Republik sind wir, u.a. weil wir keine Firmenspenden annehmen, so kleine Landesverbände, dass wir nun leider betteln müssen, um die U zusammen zu bekommen…. [gewinnend anstrahlen nach dem Motto: Sie wären ganz toll, wenn Sie so hilfsbereit wären!] Ich wär Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie uns mit einer Unterschrift unterstützen würden. Sie hören auch auf dem Wege [auf Zettel und Adressfeld zeigen] nie wieder von uns, [das wäre ein Straftatbestand für uns/Sie könnten uns verklagen/wir werden also sicher die Adressen nicht nutzen], wen Sie wählen, ist völlig unabhängig davon, es geht wie gesagt nur darum, dass wir zur Wahl antreten dürfen. *)

[Nachfrage: Ahja, und wer sind Sie?]
Ökologisch-Demokratische Partei (dabei mit dem Finger auf den Namen auf dem U-Formblatt zeigen beim Reden). Uns gibt’s schon ganz lange [35 Jahre], aber u.a. weil wir keine Firmenspenden annehmen, sind wir so klein geblieben.

[Inhaltlich?]
Unsere politischen Ziele sind unter dem Slogan "Mensch vor Profit" ganz gut zusammen gefasst. Scherzhaft gesagt sind wir für enkeltaugliche Politik, also so, dass in 20, 30, 40 Jahren auch noch genug ökologische Ressourcen da sind, um auf unserem Planeten gut leben zu können, dass noch a bisserl Demokratie da ist, oder zumindest auf dem heutigen Stand bewahrt wird, und dass die Umverteilung von unten nach oben, wie wir sie gerade global und auch bei uns leider beobachten können, möglichst gestoppt wird und gerade auch mit den Freihandelsabkommen sehen wir Demokratie und das Wohl der Vielen in Gefahr zugunsten Weniger, weil der Profit im Zentrum steht und nicht das Wohl der Bevölkerungen.

Das gilt ja auch global, wenn unsere Unternehmen zu Sklavenbedingungen in anderen Ländern für unsere geiz-ist-geil-Produkte schuften lassen oder die Wasserreserven aufkaufen (Nestlé u.a.) brauchen wir uns dann auch nicht wundern, wenn Flüchtlingsströme zu uns kommen… [Gleichermaßen mit Waffentransporten, wir sind, glaube ich, an 3. Stelle weltweit, das passt nicht zusammen.]

Darum auch, und weil wir über unseren Europa-Abgeordneten mitbekommen, wie undemokratisch auf EU-Ebene agiert wird, sind wir für eine Trennung von Wirtschaft und Politik (darum nehmen wir ja keine Firmenspenden an) und meinen, dass global gesehen dringend anders gewirtschaftet werden muss, um langfristig Demokratie und Ressourcen zu bewahren. In dem Sinne sind wir zwar für Fairen Welthandel, und finden Freihandel an sich ok, aber so wie die Abkommen derzeit verhandelt werden und was sie aktuell behinhalten, da sind wir konsequent dagegen. Denn Politik muss den Interessen aller und nicht den Profitinteressen einer globalen Elite dienen. Darum sind wir auch für ein anderes Weltwirtschaftssystem, weil das sonst alles nicht aufgeht.

*) Wenn hier noch Nachfragen kommen, erkläre ich nochmal: Nach dem Bundeswahlgesetz muss der Unterzeichner das handschriftlich und persönlich unterschreiben, [den Rest ausfüllen kann auch wer anders], er muss zum Zeitpunkt der Unterschrift in [Hessen] wahlberechtigt sein, d.h. Deutscher im Sinne des Gesetzes sein, [in den letzten drei Monaten nicht im Ausland gelebt haben], … Pro Wahl darf man nur eine Partei zum Antritt unterstützen, einmal die Landesliste und einmal eine Direktkandidatur. [Da wir das hier nicht haben, könnten Sie z.B. noch bei der Familienpartei unterschreiben. Wenn die N... Sie fragt, sagen Sie "hab schon unterschrieben", dann lassen Sie die sofort in Ruhe. Danach geht das zur Gemeinde, die muss das Wahlrecht bestätigen, dann bekommen wir das Papier zurück.
Wenn wir die 1000 voll haben, geht's zum Landeswahlleiter, der zählt und verschreddert. Jede Wahl aufs Neue."

Bei Fragen kontaktieren Sie mich gerne.
Viele Grüße und besten Erfolg beim Ausprobieren und eigene Formulierungen finden,
Ihre Angela Binder, Landesvorsitzende
0178-5423458