12.09.2017

ÖDP-Spitzenkandidatin Angela Binder in Nidderau: Anders wirtschaften, demokratisch handeln

Angela Binders Plakat vor dem Eingang der Gaststätte "Hessenschmaus" in der Willi-Salzmann-Halle in Nidderau.

Nidderau – Immerhin ein Dutzend Interessierte fanden sich beim Vortragsabend der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) am Montag, den 11. September 2017, im Kollegraum der Willi-Salzmann-Halle in Nidderau ein. Angela Binder, Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl und Landesvorsitzende der ÖDP in Hessen, sowie der Politikwissenschaftler Dr. Ralf Grünke forderten eine „enkeltaugliche Politik“.

„Wir müssen dringend anders wirtschaften, wenn unsere Enkel noch gut auf diesem Planeten leben wollen“, meinte Binder. „Es muss sozial gerecht zugehen. Außerdem fördern wir eine Demokratie, die auf Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung setzt.“

In Bezug auf die Flüchtlingspolitk erklärte Binder, wer Waffen ins Ausland verkaufe und so zur Verschärfung von Konflikten im Ausland beitrage, müsse auch Flüchtlinge aufnehmen.

Scharf kritisierte Dr. Grünke die großen Parteien für deren Kandidatenaufstellung im Wahlkreis Hanau. „CDU und SPD entwerten die Erststimme. Es ist völlig einerlei, wer am 24. September die Mehrheit der Erststimmen auf sich vereinigt, Dr. Leikert und Dr. Raabe sind über die Landesliste quasi bereits gewählt.“

In Hessen ist die ÖDP als Liste 16 auf dem Stimmzettel der ÖDP zu finden. Bundesweit zählt die Partei über 6.000 Mitglieder und 470 kommunale Mandatsträger. Seit 2014 ist sie im Europaparlament vertreten.