Bayerischer ödp-Vorsitzender Suttner fordert Staatsminister Miller zum Eingreifen auf

„Der gute Ruf weltbekannter Weinorte ist bedroht, wenn Orte wie Randersacker und Rödelsee gleichzeitig Zentren des Genmais-Anbaus werden!“

Kitzingen / Passau. In einem dringenden Appell fordert der bayerische ödp-Landesvorsitzende Bernhard Suttner die Staatsregierung und insbesondere Landwirtschaftsminister Josef Miller zu Maßnahmen gegen die drohende Verwandlung Unterfrankens in eine Gen-Mais-Region auf.

 

Bei einer Veranstaltung der ödp in Kitzingen am Dienstag und in einem Brief an Miller forderte Suttner den Minister auf, sofort nach Unterfranken zu fahren und das Gespräch mit den Anmeldern des Gen-Mais-Anbaus zu suchen. „Noch nie wurden so viele Flächen in Bayern für den Anbau genveränderter Organismen angemeldet wie in diesem Jahr. Vor allem in Unterfranken droht jetzt eine irreversible Umwälzung in der landwirtschaftlichen Kultur“ schreibt der ödp-Politiker. Dieses Vorhaben werde auch Auswirkungen weit über den Anbau von Futtermitteln hinaus haben: Die weltweit bekannten Ortsnamen wie z.B. Randersacker und Rödelsee werden künftig nicht mehr nur mit erstklassigen Weinen verbunden werden; diese Orte werden künftig auch als Zentren der Genmanipulationen in der Landwirtschaft gelten, die bekanntlich von der Verbraucherschaft ganz zurecht abgelehnt wird. „Dieser Image-Schaden für die bayerische Premium-Landwirtschaft muss verhindert werden“ verlangt Suttner von Miller.

 

Dass die Sorge über den Anbau von genveränderten Organismen mittlerweile von vielen geteilt wird, beweist nicht nur das kürzlich in Frankreich ausgesprochene Verbot für die jetzt zum massenhaften Anbau in Bayern vorgesehene Maissorte „Mon 810“ sondern auch die Tatsache, dass die Kath. Pfründepachtstelle in Bayern mittlerweile in ihre Pachtverträge ein Ausbringungsverbot für GVOs eingeführt hat.

 


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